Mitgliederversammlung FUV Thüringen in Erfurt

Vorsitzender Jan Butzert

Der Forstunternehmerverband Thüringen hatte über seinen Vorsitzenden Sven Butzert für den 28.April nach Erfurt geladen… und viele Forstunternehmer kamen. Das lag ganz sicher auch an einem der neuen Wege, die die Thüringer gehen. So haben sie eine WhatsApp-Gruppe Forstunternehmen in Thüringen gegründet und über diese die Einladung parallel versandt. Ganz offensichtlich eine wirksame Idee. Manch einer der Eingeladenen nutzte diesen Weg auch gleich, um seine Meinung über die Situation der Forstwirtschaftlichen Dienstleister kundzutun. Direkte Rückkopplung könnte man dazu sagen…

Traditionell kamen auch viele Gäste. Neben dem DFUV, der natürlich gern seinem Mitgliedsverbband den Rücken stärkt, waren vor allem das zuständige Ministerium über den Staatssekretär Dr. Klaus Suhl und die Thüringer AöR über Ralf Brümmel und Sören Sterzik, neben verschiedenen Amts- und Revierleitern, vertreten. Nach einem öffentlichen Teil, in dem fachliche Information der Mitglieder im Vordergrund stand, war dieses Mal der interne Teil mit der Neuwahl des Vorstandes besetzt.

Das Merkblatt Nr. 20 des KWF „Ausschreibung und Vergabe“ war klar das zentrale Element der Veranstaltung. Neben einem Abriss zur Geschichte und der inhaltlichen Zielsetzung der Leitlinie, zu dem der DFUV maßgeblich beitrug, war insbesondere die Diskussion zu den Wechselwirkungen zwischen dem SOLL des Merkblattes und dem IST der Vergabe in Thüringen Brennpunkt der Diskussion. Die Thüringer Unternehmen sehen wohl die Bemühungen, die in der dortigen AöR wohl stärker als in vielen anderen Ländern erfolgt. Allerdings war von den Unternehmen keiner bereit, eine allgemein gute Lage der Forstunternehmer im Freistaat unterschreiben zu wollen.

…..guck mal, der will mich nochmal knipsen!

Eine dramatische Spitze war dann die Offenbarung eines der thüringischen Spitzenunternehmen der Holzernte, wegen fehlender Wirtschaftlichkeit bei Arbeiten in Aufträgen der AöR die Sparte Holzerntedienstleistung im Unternehmen stark zurückzufahren bzw. sogar zum Jahresende zu schließen. Wenn damit nicht auch für die Auftraggeber klar wird, dass man über die Vergabepraxis in Klausur gehen muss, wäre der ganzen Sache am Ende auch nicht mehr geholfen. Es bleibt zu hoffen, dass die Versprechen von Ralf Brümmel und Kollegen in dieser Hinsicht doch umgesetzt werden.

Hier sehen Sie ein Video des MDR: „Forstunternehmer beklagen Preiskampf“

Im internen Teil wurde die Verbandsführung der Thüringer Forstunternehmer für eine neue Legislaturperiode im Amt bestätigt. Einerseits eine Bestätigung einer engagierten Arbeit, andererseits aber auch Verpflichtung, die vielen Probleme, die es für Thüringer Forstunternehmer ebenso wie in den meisten anderen Ländern gibt, weiter konzentriert zu bearbeiten.

Dr. Michael Sachse

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.